Füllungstherapie

Füllungstherapie

Karies ist eine Erkrankung der Zähne, die durch den Stoffwechsel von Bakterien verursacht wird. Bestimmte Bakterienarten in der Mundhöhle verarbeiten die in den Speiseresten enthaltenen Zuckerarten und wandeln diese in Säuren, v.a. Milchsäure, um. Diese Säuren entkalken den Zahnschmelz und machen ihn porös – Karies entsteht.

Zur Behandlung von kleineren kariösen Stellen stehen uns geschichtete keramisch verstärkte Kunststoffe zur Verfügung, die wir farblich an Ihre eigenen Zähne anpassen können. Sie werden nach dem Entfernen der Karies in den Zahn eingeklebt.

Ist die Karies oder der Defekt so groß, dass eine Füllung aus Kunststoff nicht mehr ausreichend Stabilität gewährleistet, kann der Zahn mit einer CEREC®-Versorgung aus Vollkeramik behandelt werden.

CEREC – Vollkeramik in einer Sitzung

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Hat ein Zahn durch Karies oder andere Substanzschäden einen größeren Defekt, der mit einer Kunststoff-Füllung nicht mehr dauerhaft stabil versorgt werden kann, können wir diesen Zahn mit CEREC® versorgen.

CEREC® ist ein computergestütztes Verfahren, das es uns erlaubt, hochästhetische Restaurationen aus Vollkeramik anzufertigen – ohne lästigen Abdruck, ohne Provisorium und das Ganze in nur einer Behandlungssitzung!

Der Zahn wird dabei zunächst von Karies befreit, wobei nicht mehr Zahnsubstanz entfernt wird als unbedingt nötig. Daraufhin wird mit einer Spezialkamera ein dreidimensionaler Scan des behandelten Zahnes erstellt und im Computer ein virtuelles Modell erzeugt, an dem wir das Inlay oder die Krone konstruieren. Anschließend wird dieser Datensatz an unsere Fräsmaschine geschickt, die innerhalb von maximal 15 Minuten die Restauration aus einem soliden Keramikblock exakt passgenau herausschleift. Die Krone wird eingeklebt und der restaurierte Zahn ist von einem unversehrten Zahn nicht mehr zu unterscheiden.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Kinderbehandlung

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Trotz aller Erfolge in der Prävention kann auch bei Kindern einmal Karies entstehen. Hier gilt es, entstandene Schäden möglichst frühzeitig zu erkennen und im Anfangsstadium zu therapieren. Denn für eine gesunde Gebissentwicklung ist es unerlässlich, die Milchzähne bis zu ihrem natürlichen Ausfall zu erhalten.

Dazu gehören unter anderem substanzschonend geklebte Kunststoff-Füllungen, damit möglichst viel Zahnsubstanz erhalten werden kann.

Um an den bleibenden Backenzähnen die Entstehung von Karies von vornherein zu verhindern, versiegeln wir deren Kauflächen kurz nach dem Zahndurchbruch mit einem dünnfließenden Kunststoffmaterial.

Auch damit ungünstige Bissverhältnisse rechtzeitig erkannt und korrigiert werden können, empfehlen wir, dass Ihr Kind zweimal jährlich zur Kontrolle in unsere Praxis kommt.

Wurzelkanalbehandlung

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Infolge einer tiefen Karies, eines Sturzes oder Schlages gegen die Zähne o.ä. kann sich das Gewebe des Zahnnervs (Pulpa) entzünden. In einigen Fällen führt dies zum Absterben der Pulpa. Dieser Prozess kann mit starken pochenden Schmerzen verbunden sein, manchmal läuft er jedoch auch vollkommen unbemerkt ab. Ist die Entzündung der Pulpa nicht reversibel, wird eine Wurzelkanalbehandlung notwendig, um die Schmerzen zu beseitigen und den Zahn langfristig erhalten zu können.

Durch modernste Techniken der Wurzelkanalaufbereitung und –desinfektion ist es uns in unserer Praxis möglich, die meisten entzündeten Zähne mit hoher Vorhersagbarkeit zu erhalten. Dies gelingt uns durch das maschinelle Ausfeilen der Wurzelkanäle mit hochflexiblen Nickel-Titan-Feilen, die elektronische Längenmessung der Wurzelkanäle (und dadurch die Vermeidung zusätzlicher Röntgenaufnahmen) und die ultraschallaktivierte Desinfektionsspülung.

Zahnfleischbehandlung

Paradontosebehandlung

Parodontitis, landläufig auch Parodontose genannt, ist eine entzündliche Erkrankung des sogenannten Zahnhalteapparates, also von Zahnfleisch, Bindegewebe und Kieferknochen. Sie ist besonders in der Altersgruppe ab 35 auch heute noch weit verbreitet.

Parodontitis entsteht durch bakterielle Beläge zunächst am Zahnfleischrand und später in der Zahnfleischtasche sowie durch eine daraus resultierende Reaktion des Immunsystems. Gerötetes leicht blutendes Zahnfleisch und sichtbarer Zahnbelag, aber auch andauernder Mundgeruch können bereits Warnhinweise für eine oberflächliche Zahnfleischentzündung sein.

Werden die bakteriellen Beläge nicht regelmäßig entfernt, so wandert die Entzündung weiter in die Tiefe Richtung Kieferknochen, und es kommt zu einem Abbau des gesamten Zahnhalteapparates. Dies kann zur Lockerung und schließlich zum Verlust oftmals gesunder Zähne führen.

Genetische Veranlagung und allgemeine Erkrankungen (z.B. Diabetes) stellen, ebenso wie das Rauchen, erhöhte Risikofaktoren für die Entstehung und das Fortschreiten einer Parodontitis dar.

Die Parodontitiskeime gefährden den gesamten Organismus. Die Bakterien können über die Blutbahn in sämtliche Bereiche des Körpers vordringen und dort zu schweren Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Endokarditis oder Schlaganfall führen. Eine Parodontitis muss unbedingt behandelt werden. Regelmäßige Prophylaxesitzungen sowie die eigene häusliche Mundhygiene sind dabei die Grundbausteine. In der fortgeschrittenen Phase der Erkrankung wird eine Parodontalbehandlung durchgeführt. Dabei werden die Wurzeloberflächen minimalinvasiv mit Ultraschall- und Handgeräten gereinigt und geglättet und die Zahnfleischtaschen desinfiziert. So kann sich wieder gesundes straffes Zahnfleisch mit blassrosa Farbe an die Wurzeloberflächen anlegen.